Und alles irgendwie anders…

Ja… eigentlich dĂŒrfte hier schon lĂ€ngst ein Post zu meinem mir selbst gemachtem Geburtstagsgeschenk online sein – okay, angefangen hab ich ihn zumindest…

Der Juli-Review dĂŒrfte auch lĂ€ngst gepostet sein und das neue Monatsmotto lĂ€uft seit vier Tagen…

Dennoch melde ich mich hier und heute mit anderen GefĂŒhlen und Gedanken.

Das Monatsmotto im Juli hielt mal wieder, was es versprach und es hat mich wirklich ziemlich aus der Bahn geworfen.

Nach einem Jahr in der neuen Wohnung ist so ziemlich alles gemacht. Klar fehlen noch ein paar Kleinigkeiten, nur hey: ich hab jetzt sogar 3 richtige MĂŒlleimer🙂 und so langsam bleibt Zeit zum nachdenken und reflektieren und ganz ehrlich, das ist ganz oft nicht wirklich schön.

Ich dachte, nach nem Jahr sind meine Verletzungen geheilt und ich darf mir nun eingestehen, sie sind prĂ€senter denn je und immerhin erkenne ich, dass ich noch zu oft die gleichen Wege gehe obwohl ich weiß, dass gleiche Wege zum exakt gleichen Ergebnis fĂŒhren.

Ich umgebe mich nach wie vor mit Menschen, die genau das verkörpern, was ich zu viele Jahre in meinem Leben hatte und definitiv nicht mehr haben will. Die Erkenntnis ist ein erster Schritt – immerhin.

Ich bin nach wie vor ein verletztes, verlassenes und trauriges Kind und wahrscheinlich werde ich das wohl bis zum Ende meiner Tage bleiben. Meine Eltern mit vier Jahren zu verlieren, danach keine Liebe mehr zu spĂŒren und nur fĂŒr Leistung zeitweise anerkannt worden zu sein, das zog sich durch mein ganzes Leben und erschreckender Weise ist das immer noch so – nur die Situationen haben sich verĂ€ndert, sind nicht mehr so offensichtlich, haben sich gut getarnt…

FĂŒr jeden Versuch, einfach zu sein, erhalte ich umgehend oder auch Monate spĂ€ter in irgendeiner Form die Ansprache: das war nicht richtig, so hĂ€ttest Du Dich nicht verhalten dĂŒrfen… usw.

Ich frage mich wirklich: wer seid Ihr? Was gibt Euch das Recht, ĂŒber mich zu urteilen? Seid Ihr in meinen Schuhen gelaufen? Wo steht geschrieben, dass Ihr mir sagen dĂŒrft, wie ich mich zu verhalten habe?

Alles, was Ihr wirklich damit erreicht ist, mir zu zeigen: Du bist nicht richtig und wir, wir sind es!

Nochmal: ich sehe das anders. Nirgends steht geschrieben, was richtig und was falsch ist! Ich verurteile Euch nicht, denn ich bin nicht in Euren Schuhen gelaufen!

Die immer gut gelaunte Gabs ist tief traurig und zieht sich mal ne Weile zurĂŒck – zum reflektieren, schauen, wo ihr Weg lang geht – und zum Konfetti streuen – ganz fĂŒr mich alleine!